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Am vergangenen Montag wurde der Presse in Mons die Anklageschrift überreicht. Sie umfasst 45 DIN A4-Seiten und beinhaltet viele interessante Aspekte, die aus Sicht des Generalprokurators von Mons, Ignacio de la Serna, kein gutes Licht auf den Angeklagten werfen. Die Schrift ist in mehrere Themenbereiche aufgeteilt.

In der Einleitung wird das Opfer Véronique Pirotton vorgestellt. Pirotton war am Tag ihres Todes 42 Jahre alt. Sie wurde von ihren Großeltern mütterlicherseits großgezogen. Pirottons Tante, Elise Goffin, erklärte im Laufe der Ermittlungen, dass das Opfer von ihrem Vater verstoßen wurde und dieser Tochter Nadine bevorzugte.

Die Eltern von Véronique Pirotton trennten sich 1975/1976 wegen der Alkoholsucht und der Gewalttätigkeit des Vaters. Véronique war zu dieser Zeit fünf Jahre alt. Ihren Vater sah sie kaum wieder. Mit ihrer Mutter hatte sie dagegen regelmäßig Kontakt und verreiste mit ihr in den Ferien. Offen miteinander reden konnten sie aber nie.

In der Schulzeit wurde sie von einem Religionslehrer sexuell belästigt, brachte den Fall aber erst später zur Anzeige.

Die diplomierte Journalistin (ULB, 1993) lernte 1996/1997 den zwölf Jahre älteren Konstantinos Tzermias kennen. Der Mann war Schriftsteller, Journalist und großer Philosophie-Fan, wie sie auch. Im August 1998 wurde Véronique Pirotton schwanger. 1999 heiratete das Paar und lebte in Lüttich.

Die Trennung erfolgte im Januar 2003. In dieser Zeit begab sich Pirotton in psychologische Behandlung und unternahm einen ersten Selbstmordversuch. Es kam zu ersten Alkoholexzessen. Über Jahre hinweg versuchte das Paar immer wieder, sich zusammenzuraufen. Vergebens. Der Mann verließ 2007 Belgien. Das Verhältnis zwischen den beiden blieb aber gut. Wenn Tzermias nach Belgien zurückkehrte, kam er bei seiner Exfrau unter.

Hierbei stellte er immer wieder fest, dass Pirotton mit Aufs und Abs zu kämpfen hatte. 2012 fielen ihm mehrere Alkoholaussetzer auf, die er auf den Tod ihrer Mutter und auf die Trennung von einem gewissen Oswald Decock zurückführte. Ihn hatte sie 2007 kennengelernt.

Als sie Bernard Wesphael kennenlernte, war sie Single. Es muss zwischen beiden sofort „gefunkt“ haben. Im August 2012 heiratete das Paar in der Toskana. Doch schon im September 2012 sprach Véroniques Schwester Nadine von Streitereien. Recht schnell muss sich Véronique Pirotton unglücklich gefühlt haben. Sie warf Wesphael vor, sich nicht an den Haushaltskosten zu beteiligen und sich nicht um seinen Sohn Fémy zu kümmern. Gleichzeitig soll Wesphael alles versucht haben, um Pirottons Sohn Victor gegen sie aufzuwiegeln.

Zeugen erklärten, dass das Paar sich in der Öffentlichkeit, zumeist unter Alkoholeinfluss, oft stritt. Es ging dann unter die Gürtellinie. Sie warf ihm u.a. vor, ein gescheiterter Politiker (Ecolo-Mitgründer und wallonischer Regionalabgeordneter, A.d.R.) zu sein.

Laut Nadine Pirotton war mit Schwester Véronique alles in Ordnung, wenn Bernard Wesphael nicht anwesend war. Das galt auch für den Alkoholkonsum.

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Eine Arbeitskollegin erklärte, dass Pirotton aufgrund verschiedener Todesfälle in ihrer Familie ab 2012 in eine tiefe Einsamkeit abgetaucht war und sich nur noch für ihren Sohn Victor aufrappelte. Ihre Selbstmordversuche wurden als Hilfeschreie gedeutet. Verwandte glaubten nicht, dass sie sich wirklich das Leben nehmen wollte.

Auf persönlicher Ebene wurde sie als reizende Frau beschrieben, die um ihren Charme wusste und ihn auch einsetzen konnte.

Bernard Wesphael ist 57 Jahre alt. Seine Eltern sind verstorben. Er ist ein Sohn aus der zweiten Ehe seines Vaters. Er hat zwei Halbschwestern, wovon eine verstorben ist, sowie eine jüngere Schwester namens Isabelle. Sein Vater war Arbeiter, seine Mutter Hausfrau.

Der Angeklagte beschreibt seinen Vater als gerecht, aber impulsiv, gewalttätig und grob. Die Beziehung der Eltern litt unter den Gewaltausbrüchen des Vaters. „Mein Vater hat mich fast mein ganzes Leben terrorisiert“, gab Wesphael zu Protokoll. „Ich bin ein Mann geworden, der gegen jede Form von Macht und Missbrauch revoltiert hat.“ Mit 16 zog er zu Hause aus und ließ sich in Waremme nieder. Ab Januar 1977 schloss er sich der Armee (stationiert in Deutschland) an. Sein Vertrag wurde nach einem Jahr, drei Monaten und 22 Tagen aufgelöst – wegen „schlechten Benehmens“. Wesphael gab später zu Protokoll, dass er die respektlose Attitüde eines Vorgesetzten, der ihn stark an seinen Vater erinnerte, nicht erdulden wollte.

1980 gehörte er zu den Mitgründern von Ecolo. 1987 wurde er in den Lütticher Provinzialrat und anschließend zweimal wiedergewählt. 1999 zog er ins wallonische Regionalparlament ein. Vier Jahre später kandidierte er für die Co-Präsidentschaft der Partei, scheiterte aber. Auch 2012 war er mit diesem Versuch nicht erfolgreich. Im März 2012 verließ er Ecolo und gründete die Bewegung „Mouvement de gauche“.

Von politischen Kollegen wurde er als äußerst ehrlich und als überzeugter Hardliner umschrieben.

Im Liebesleben gilt er als Verführer, der schnell verliebt und oft untreu ist.

Eigenen Angaben zufolge haben ihm drei Frauen im Leben etwas bedeutet: Acia Ianeva, seine erste Frau und Mutter einer gemeinsamen Tochter; Christine Lutgen (verstorben) und Véronique Pirotton.

Seine Ex-Partnerinnen umschrieben ihn im Laufe der Ermittlungen als lieb und nicht gewalttätig.

Über Véronique Pirotton sagte Bernard Wesphael, dass er sie liebte. Sie sei aber psychisch schwer krank gewesen. Die Beziehung sei durch ihre regelmäßige Einnahme von Alkohol und Medikamenten immer schwieriger geworden.

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Zwei Monate nach der Hochzeit habe er erste Vermutungen gehabt, dass Pirotton eine Affäre mit ihrem Ex Oswald Decock angefangen habe.

Wesphael hat zwei Kinder: Saphia (22) aus der Beziehung mit Acia Ianeva, und Fémy (10) aus der Beziehung mit Eunice Couthon. Sohn Fémy wohnt mit seiner Mutter im Benin.

Im Allgemeinen wurde Wesphael als friedlich umschrieben. Jemand, der Konfrontationen aus dem Weg geht.

Ein Psychiater umschrieb ihn allerdings als arrogant. Jemand, der gerne Dinge unter den Tisch kehrt, die seinem Image schaden können. Der Angeklagte sei zudem im Lügen sehr gewandt. Er habe ein überzogenes Bild von sich selbst. Er neige zu theatralischen Zügen, was gegen seinen insgesamt ruhigen Charakter spreche.

Am Donnerstag, 31. Oktober 2013, 22.56 Uhr erschien Bernard Wesphael beim Rezeptionisten des Ostender Hotels Mondo. Er erklärte, dass seine Frau sich das Leben genommen habe. Der Rezeptionist rief sofort den Notarzt und begab sich mit Wesphael aufs Zimmer 602.

Im Badezimmer lag Véronique Pirotton auf dem Rücken. Sie trug nur ein T-Shirt. Wesphael versuchte, seine Frau zu reanimieren. Um 23.03 Uhr trafen zwei Polizisten im Hotel ein. Sie stellten neben dem Kopf des Opfers eine kleine Plastiktüte fest. Der Körper war noch warm. Die Polizisten erklärten später, dass große Unordnung in dem Zimmer herrschte. Es wurden Weinspuren am Boden gefunden. Wesphael wirkte nervös. Er erklärte den Polizisten, dass seine Frau sich das Leben genommen habe.

Der Notarzt traf um 23.10 Uhr ein und versuchte, das Opfer zu reanimieren. Um 23.35 Uhr wurde der Tod des Opfers festgestellt.

Véronique Pirotton hatte das Zimmer in Ostende am 30. Oktober zunächst für eine Nacht und eine Person reserviert. Am gleichen Tag meldete sie, dass eine zweite Person hinzukommt und sie eine zweite Nacht bucht.

Zeugen berichteten, dass sie am 30. Oktober Schreie aus Zimmer 602 gehört haben, was sie auf „heißen Sex“ zurückführten. Am 31. Oktober hörten sie auch Schreie, aber lauter. Diesmal gingen sie von Schlägen aus. Auch eine laute Männerstimme wurde gehört, die immer wieder dasselbe rief.

Den Ermittlungen zufolge sollen Pirotton und Wesphael am Morgen des 31. Oktober zweimal Sex gehabt haben. Zuvor soll sie dem Angeklagten gesagt haben, sie nehme die Pille nicht mehr und wolle ein Kind von ihm.

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Im Nachmittag gingen im Zimmer zwei Anrufe von Ex Oswald Decock, mit dem sie drei Jahre liiert war, ein. Die Anrufe sollen Pirotton beunruhigt haben. Daraufhin gingen Wesphael und Pirotton essen. Zurück im Zimmer soll das Opfer 20 Minuten aus der Haut gefahren sein. Wesphael versuchte sie zu beruhigen. Danach soll sie sich ins Bad begeben haben, während er sich ins Bett legte.

Als er nach knapp einer Stunde wach wurde, fand er sie im Badezimmer auf. Mit einer Plastiktüte auf dem Kopf. Drei Wochen zuvor habe sie bereits versucht, sich umzubringen, indem sie eine Packung Stordom zu sich genommen hatte.

Wesphael gab zu, dass er dem Liebhaber seiner Frau, Oswald Decock, eine SMS geschickt hatte, mit der Aufforderung, Pirotton nicht länger zu belästigen. Es kam auch ans Tageslicht, dass Wesphael Pirotton am Nachmittag des 30. Oktober drei SMS schickte, mit der Bitte, sie in Ostende besuchen zu dürfen. Er stritt aber ab, dass seine Frau die Scheidung einreichen wollte. Dem widersprechen ein Brief, den Pirotton ihrem Sohn geschrieben hat sowie ein Telefongespräch zwischen dem Opfer und ihrem Geliebten.

Die Ermittlungen ergaben, dass Wesphael seit einigen Monaten eine Wohnung suchte.

Am Tatabend rief Pirotton nachweislich fünf Mal ihren Geliebten an, ohne dass dieser abhob. Am 30. und 31. Oktober hatten beide regelmäßig Kontakt per Handy.

Laut Sohn Victor habe das Opfer ihm gesagt, Wesphael komme nach Ostende, um die Lage zu regeln und dass es für sie in Ordnung sei.

Die Autopsie lässt darauf schließen, dass der Tod durch Gewaltanwendung und durch Erstickung erfolgt ist. Die Verletzungen an den Händen des Opfers deuteten auf ein Abwehrverhalten hin.

Beim Opfer wurden 2,99 Promille und Spuren von Medikamenten festgestellt, beim Angeklagten 0,93 Promille sowie zwei Medikamente, darunter eins gegen Erektionsstörungen.

Aufgrund des hohen Alkoholgehalts im Blut schließen die Gerichtsmediziner einen Selbstmord durch Erstickung mit einer Plastiktüte aus.

Die Anklage gegen Wesphael lautet vorsätzliche Tötung. Das Höchststrafmaß beträgt zwischen 20 und 30 Jahren.

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