Beschwerden Fi

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Der Unfall erschüttert. Zwei Knaben (6 und 7 Jahre alt) aus Kehrsatz starben an den Folgen eines Stromstosses. Nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei fiel ein Haartrockner in die Badewanne, während die beiden somalischen Kinder am Baden waren.

Elektro FI-Schutzschalter  Fred Kossick
Elektro FI-Schutzschalter Fred Kossick | Badezimmer Fi

Der Unfall ist umso tragischer, weil er vermutlich hätte verhindert werden können. Dieser Meinung ist zumindest Josef Schmucki, Experte für Niederspannungsinstallationen bei Electrosuisse. Er geht davon aus, dass die Steckdose, an welcher der Fön angeschlossen war, über keinen Fehlerstrom-Schutzschalter (umgangssprachlich: FI-Schalter) verfügt. «Sonst wäre der Unfall wohl glimpflicher verlaufen.»

Falle ein Fön in eine Badewanne, könne es mit FI-Schalter zwar einen unangenehmen Stromschlag geben, sagt Schmucki, «der ist aber nie und nimmer tödlich». FI-Schalter messen den zufliessenden und den abfliessenden Strom. Stimmt das Gleichgewicht nicht mehr, wird die Stromzufuhr innerhalb von Sekundenbruchteilen unterbrochen.

Fi Schalter Badezimmer
Fi Schalter Badezimmer | Badezimmer Fi

Seit 1985 sind FI-Schalter für Steckdosen in Badzimmer und Aussenräumen Pflicht. 2010 wurde das Obligatorium gar auf sämtliche Steckdosen in Wohnräumen ausgeweitet. Allerdings kommt das Gesetz nur bei Neubauten oder Sanierungen der Elektroanlagen zum Tragen. Eine Nachrüstpflicht für Altbauten existiert nicht. Es gibt deshalb immer noch Wohnungen, die nicht mit FI-Schalter ausgerüstet sind.

Für Schmucki ein Unding. Er fordert, dass Hauseigentümer ihre Altbauten schleunigst nachrüsten. Er steht sogar einer Nachrüstpflicht positiv gegenüber. «Ich würde eine entsprechende Verschärfung begrüssen», sagt er.

FI-Schutzschalter: So schützt er vor tödlichen Stromschlägen
FI-Schutzschalter: So schützt er vor tödlichen Stromschlägen | Badezimmer Fi

Wenig Freude an diesem Vorschlag hat der Hauseigentümerverband Bern und Umgebung. «Es wäre unverhältnismässig, aufgrund eines tragischen Einzelfalls eine flächendeckende Nachrüstpflicht einzuführen», sagt Verbandssekretär Markus Caflisch. Eine solche entspreche nicht den Gepflogenheiten in der Schweiz und wäre auch mit erheblichen Kosten für die Hauseigentümer verbunden. Der Verband unterstütze hingegen die aktuelle Regelung, wonach die Norm bei Sanierungen der Elektroanlagen und bei Neubauten zum Tragen komme. Caflisch führt weiter aus, dass sich der Verband bisher mit der Thematik nicht besonders auseinandergesetzt hat. «Wir haben unseren Mitgliedern keine Empfehlung bezüglich einer Nachrüstung abgegeben.» Nicht äussern will er sich zur Frage, ob der Verband nach dem Unfall nun eine Empfehlung abgibt.

Tatsächlich sind Todesfälle durch Stromstösse sehr selten. Der letzte tödliche Unfall eines Kleinkindes mit Strom passierte im Jahr 2001, wie Nicolas Kessler, Mediensprecher der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU), auf Anfrage sagt. Bei Erwachsenen verzeichnet die BfU-Statistik jährlich Todesfälle im einstelligen Bereich. Allerdings hält die Statistik nicht fest, wie die Unfälle genau passiert sind. «Es kann sein, dass es sich bei den Betroffenen um Elektroinstallateure handelt, die in Ausübung ihres Berufes verunfallten», sagt Kessler.

Fi Schalter Badezimmer
Fi Schalter Badezimmer | Badezimmer Fi

Kessler rät Mietern von Wohnungen ohne FI-Schalter, sich im Fachhandel entsprechende Adapter zu besorgen. Wer sich nicht sicher sei, ob seine Wohnung bezüglich der Elektroeinrichtungen auf dem neusten Stand sei, solle sich von einer Fachperson beraten lassen. Wie Kessler betont, geht nicht nur von Haartrocknern, sondern auch von Rasierapparaten oder elektrischen Zahnbürsten eine Gefahr aus. «Das Risiko ist bei sämtlichen Geräten, die direkt mit dem Stromnetz verbunden sind, dasselbe.» Vorsicht sei aber auch bei Akku-betriebenen Geräten geboten. Wenn etwa ein Laptop oder ein Handy in die Badewanne falle, löse das zwar keinen Stromschlag aus. «Der Akku kann aber erhitzen und im schlimmsten Fall explodieren.» Zudem bestünde die Gefahr, dass sich giftige Dämpfe bilden. Generell gelte deshalb: «Elektrische Geräte haben in der Nähe der Badewanne nichts zu suchen.»

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