Barrierefreies Klage

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Bodengleiche Dusche, Stützklappgriffe und Badewannenlift sind nur einige Maßnahmen, um ein Bad barrierefrei nutzbar zu machen. Das Unternehmen Stefan Kornmeier bietet Interessierten einen Überblick auf welche Punkte bei einer barrierefreien Badplanung geachtet wird.

Ideen für ein barrierefreies Bad - ViCare präsentiert Waschbecken
Ideen für ein barrierefreies Bad – ViCare präsentiert Waschbecken | Barrierefreies Badezimmer

Heute schon an morgen denken – mit einem barrierefreien Bad planen Sie voraus. Ob für Rollstuhlfahrer oder Senioren, Ziel ist, uneingeschränkten Zugang zum Bad zu ermöglichen, so dass es ohne Hilfe genutzt werden kann. Wer motorisch oder sensorisch beeinträchtigt ist, benötigt in der Regel bestimmte Hilfsmittel und ist daher auf eine zugangsfreie Raum­gestaltung angewiesen. Ein Standard-Badezimmer bietet jedoch vielerlei Hürden, die körperlich eingeschränkten Personen die Nutzung erschweren oder gar verwehren.
»In den letzten fünf Jahren können wir vermehrte Nachfragen zu barrierefreien Badezimmern, vor allem von älteren Kundinnen und Kunden, feststellen. Ein Trend ist sicherlich der Wunsch nach bodengleichen Duschen«, sagt Stefan Kornmeier, Geschäftsführer der Firma Stefan Kornmeier, Innenausbau & Konstruktion. Diese sind schick, helfen aber auch dabei, länger selbstbestimmt in seinen eigenen vier Wänden wohnen zu können – ein Wunsch, den viele haben.
Es gibt jedoch viele weitere Maßnahmen, ein Bad barrierefrei zu gestalten. Bedeutet „barrierefrei“ immer auch rollstuhl- und seniorengerecht? Die Bezeichnung »barrierefrei« liest man häufig. Aber was verbirgt sich bautechnisch hinter diesem Begriff? Per Definition ist eine Umgebung barrierefrei, wenn sich Menschen mit körperlichen, geistigen und sensomotorischen Beeinträchtigungen ohne Erschwernis und fremde Hilfe in ihr zurechtfinden können.

Unterschieden wird zwischen einer barrierefreien und einer uneingeschränkt mit dem Rollstuhl befahrbaren Raumgestaltung. Denn für Rollstuhlfahrer müssen zusätzliche Anforderungen erfüllt werden, etwa größere Mindestabstände zwischen sanitären Einbauten sowie die Befahrbarkeit. Die
Bezeichnung »seniorengerecht« wiederum deckt sich größtenteils mit dem Begriff der »Barrierefreiheit«, da auch im Alter Muskelkraft, Sehvermögen und die Mobilität nachlassen.
Für private Bauherren sind die angesprochenen DIN-Normen nicht verpflichtend, sollten jedoch als Orientierung dienen. Welche Maßnahmen sind nötig und möglich, auf welche Punkte sollte man achten? Schauen wir uns 5 große Aspekte eines barrierefreien Bades genauer an.

Damit sich Personen mit Stütz- und Gehhilfen oder Rollstuhlfahrer im Bad besser bewegen und zurechtfinden können, sind größere Abstands- und Bewegungsflächen entscheidend. Türen sollten mindestens 90 Zentimeter breit sein und nach außen öffnen. Vor der Toilette eine Bewegungsfreiheit von 120 x 120 Zentimetern, für ein mit dem Rollstuhl zugängliches Bad sogar 150 x 150 Zentimeter, eingeplant werden. Außerdem ist auch ein seitlicher Abstand vom WC zu anderen Sanitäreinrichtungen von 90 auf der einen und 30 Zentimetern auf der anderen Seite gefordert, damit z.B. Haltegriffe montiert werden können und ein uneingeschränkter Wechsel vom Rollstuhl auf den Toilettensitz möglich ist.

Behindertengerechtes und barrierefreies Badezimmer – Kosten
Behindertengerechtes und barrierefreies Badezimmer – Kosten | Barrierefreies Badezimmer

Eine bodengleiche Dusche ist eine wichtige und die wohl beliebteste Maßnahme, um Hindernisse im Badezimmer von vornherein zu minimieren. Für Senioren sind auch Duschtassen mit geringer Schwelle hilfreiche Einbauten. Rutschhemmende Auflagen oder Fliesen bieten im Duschbereich einen sicheren Stand. Langes Stehen ist für körperlich beeinträchtigte Personen meist anstrengend. Ein Klappsitz macht das Duschen komfortabler und kann bei Nichtgebrauch platzsparend eingeklappt werden. An der Wand befestigte Handläufe geben dem Duschenden Halt.
Auch Stützlehnen und eine Rückenlehne sind zu empfehlen. Für eine barrierefreie Nutzung der Dusche ist auch der Zugang entscheidend. Die Türen der Kabine sollten nach außen zu öffnen sein. Eine Pendeltür wie in der behindertengerechten Duschkabine aus Sicherheitsglas im oberen Bild entspricht dieser Maßgabe.

Wer möchte schon auf ein warmes Schaumbad verzichten? Und gerade für therapeutische Zwecke ist die Badewanne eine wichtige Ausstattung. Der hohe Einstieg stellt jedoch eine Barriere dar und birgt eine hohe Unfallgefahr. Eine Lösung hierfür ist eine Wanne mit tiefem Einstieg oder eine Tür zur Wanne. Eine Alternative zur Badewanne mit tiefem Einstieg ist die Installation eines rollstuhlgerechten Hebesitzes.

Badewannenlifte, die dabei helfen in das Becken zu steigen, sind daher sinnvolle Ergänzungen und können ohne großen Aufwand nachträglich eingebaut werden.

Barrierefreies Bad: So baut ihr ein altersgerechtes Badezimmer
Barrierefreies Bad: So baut ihr ein altersgerechtes Badezimmer | Barrierefreies Badezimmer

Für einen sicheren Halt beim Stehen oder Aufstehen sind Stützgriffe in Reichweite notwendig, die bei Bedarf auch weggeklappt werden können. Bei der Toilette sollten sie möglichst auf beiden Seiten zur Verfügung stehen. Die Wände müssen hierfür bauseits so ausgebaut sein, dass eine Anbringung von Halte- und Stützgriffen möglich ist.

Um ein Waschbecken barrierefrei zugänglich zu machen, sollte es unterfahrbar sein. Zudem sollte der Waschtisch auch seitlich angefahren werden können. Ebenso ist die Montagehöhe entscheidend dafür, dass das Becken auch aus einer Sitzposition heraus genutzt werden kann. Auch Waschtische gibt es als höhenverstellbare Modelle – per Hand zu bedienen oder elektrisch mit Motor.

Damit sich auch Personen im Rollstuhl oder von einem Hocker aus im Spiegel betrachten können, sollte die Hängung individuell auf die Sitzhöhe der Person angepasst werden. Kippbare Spiegel sorgen für Flexibilität, besonders in gemeinsam mit nicht beeinträchtigten Personen genutzten
Bädern. Ein barrierefreier Wohnraum – und damit auch das Bad – sollte hell und gut ausgeleuchtet sein.

Barrierefreies Bad – Tipps & Ratgeber zur Planung  OBI
Barrierefreies Bad – Tipps & Ratgeber zur Planung OBI | Barrierefreies Badezimmer

Wer in einem älteren Gebäude wohnt und nun Wohnung oder Haus barrierefrei umbauen möchte, sollte erst die Bausubstanz und die Raumgegebenheiten durch einen Experten beurteilen lassen, wie Kornmeier erklärt: »Die Möglichkeit eines nachträglichen barrierefreien Badezimmerumbaus muss vor Ort geprüft werden. Zugänglichkeit, Bewegungsflächen, Wandkonstruktion und Bodenaufbauten sowie Lage des Bades sind dabei unter anderem zwingend notwendige Prüfkriterien«.

Je nach Pflegestufe bezuschusst der Staat barrierefreie Einbauten. Ansprechpartner für Fragen rund um Fördermittel zur Herstellung von Barrierefreiheit sind speziell geschulte und zertifizierte Planungsbüros. Bei der KfW können von Bauherren Investitionszuschüsse oder zinsgünstige Kredite für das »altersgerechte Umbauen« beantragt werden.

Barrierefreie Bäder
Barrierefreie Bäder | Barrierefreies Badezimmer
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